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#Wulffleaks – Die Sache mit den Sperrfristen

Gestern am frühen Abend hatten wir bei netzpolitik.org das vollständige ARD/ZDF-Interview mit Bundespräsident Christian Wulff veröffentlicht, was bis dahin noch nicht in der Öffentlichkeit war. Die vollständige Ausstrahlung war für 20:15 Uhr bei der ARD und ZDF eingeplant. Auf Twitter und per Mail kam die Frage auf, warum wir die Sperrfrist umgehen und in unserem Blogbeitrag hatte ich darauf schon kurz geantwortet:

Wir haben kurz überlegt, ob es Konsequenzen geben würde. Wir haben uns trotzdem dafür entschieden, diese zu riskieren. Unser Anliegen war, mit der Aktion auf die Absurdität von Sperrfristen und den privilegierten Vorab-Zugang zu Informationen für Journalisten in einer veränderten Medienlandschaft hinzuweisen.

Das meine ich immer noch, aber möchte das nochmal gesondert ausführen. Ich habe nichts gegen Sperrfristen, ich halte sie nur in vielen Fällen für überholt. (Wenn man in diesem Fall überhaupt von einer Sperrfrist für die Audioversion reden kann). Ich habe mich in der Vergangenheit an Sperrfristen gehalten und werde dies auch zukünftig tun. Wenngleich nicht in allen Fällen, denn es kommt immer darauf an, mit wem man eine Sperrfrist vereinbart, die ja letztendlich nur ein nicht-bindendes Gentlemen´s Agreement ist, wenn man den Pressekodex beachtet. In diesem Fall bin ich aber kein Vertrauensverhältnis eingegangen, weil ich keinerlei Zugang zu der Originalquelle hatte, die ARD und ZDF nur ausgewählten Medien bereitstellten. Dazu zählt wohl die Bundespressekonferenz, wo ich nicht Mitglied bin und laut tagesschau.de Agenturjournalisten und andere Medien: Continued…

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Mein Jahresrückblick 2011 – national

Für einen Netzkommentar auf DRadioWissen hab ich in 3,5 Minuten einen Jahresrückblick auf 2011 und zwar mit einem Schwerpunkt, was in Deutschland passierte, geschrieben und eingesprochen.

Jahresrückblick national

Das Frühjahr begann mit einem Schlag: Der damals amtierende Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg wird von einem Wissenschaftler beschuldigt, verschiedene Stellen in seiner Doktorarbeit ohne Quellenhinweise abgeschrieben zu haben. Erste Medien berichten darüber und im Internet finden sich über Nacht zahlreiche Freiwillige, die die Doktorarbeit ebenfalls mit untersuchen wollen. Das Guttenplag-Wiki wird aufgesetzt und innerhalb weniger Tage geht die Zahl entdeckter Plagiate steil nach oben. In einem zuvor im deutschsprachigen Raum noch nie zu sehenden Wechselspiel zwischen Journalismus und Netz-Öffentlichkeit werden die Vorwürfe gegen zu Guttenberg so groß, dass dieser nach einem verpatzten Aussetzen-Wollen letztendlich zurücktreten muss. Hunderttausende solidarisieren sich mit zu Guttenberg in Sozialen Netzwerken durch einen Klick auf “Gefällt mir”, die tatsächliche Mobilisierungskraft bleibt dabei aber erstaunlich gering: Nur wenige gehen außerhalb seines Heimatortes für ihn auf die Straße, die Spötter dominieren die Pro-Guttenberg-Demonstrationen. Überraschenderweise taucht zu Guttenberg Ende des Jahres als EU-Berater für Internetfreiheit wieder in der medialen Öffentlichkeit auf. Warum, versteht keiner.
Continued…

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Guttenberg für Internetfreiheit: Wird der Bock zum Gärtner?

Karl-Theodor zu Guttenberg ist überraschenderweise zum EU-Berater für Internetfreiheiten ernannt worden. Da ich mich mit dem Thema etwas beschäftige, gab es einige Anfragen zur Kommentierung.Am 13.12.2011 war ich live zu Gast im ZDF-Morgenmagazin:

NDR-Zapp hat mich zum Thema interviewt und die 13 Minuten Langfassung online gestellt:

Guttenberg für Internetfreiheit: Wird der Bock zum Gärtner? from netzpolitik on Vimeo.

Und dann hab ich die Kritik für meine Kolumne im Tagesspiegel nochmal ausformuliert: Na dann, gutte Nacht.

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Interview im Tip-Stadtmagazin

Das Berliner Stadtmagazin Tip hat mich ausführlich “über Datenkontrolle, Piraten, Handy-Gesichtserkennung auf Partys und ein Internet-Symposium” interviewt.

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Die Tragödie um Wikileaks

Für WDR3 hab ich einen Kommentar zu Wikileaks geschrieben und eingesprochen. Hier ist der Text.

Die Tragödie um Wikileaks

Wikileaks sucht wieder Geld. Das Enthüllungs-Projekt hat gestern auf einer Pressekonferenz angekündigt, erstmal keine weiteren Dokumente zu veröffentlichen. Wenn ausreichend Geld eingesammelt wird, möchte man mit einer neuen Technik die Plattform Ende November neu starten. Das ist auch bitter notwendig. Neue Enthüllungen wurden in den vergangenen zwölf Monaten kaum publiziert, auch neue Einreichungen sind nicht möglich.
Continued…

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Meinungsbildung heute: Wer setzt die Themen auf die politische Agenda?

Am vergangenen Freitag hab ich auf den Medientagen in München im Rahmen des “Contentgipfel 2011″ über “Meinungsbildung heute: Wer setzt die Themen auf die politische Agenda?” diskutiert.

Mit mir diskutierten Thomas Krüger, Christoph Keese, Dr. Wolfram Weimer, Michael Spreng, Dr. Heiner Geißler und Detlef Esslinger.

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Die Staatstrojaner – Diskussion

Der Chaos Computer Club hat am vergangenen Wochenende darauf hingewiesen, dass deutsche Sicherheitsbehörden offensichtlich einen Staatstrojaner einsetzen. Am Montag war ich zu dem Thema bei N24 im Studio und wurde später von 3sat-Kulturzeit interviewt:

Tagesschau.de und BR-Online befragten mich zu den technischen Aspekten, bei Deutschlandradio Kultur war ich beim Mediengespräch, HR2-Der Tag befragte mich zur “Machtfrage” und heute war ich für 40 Minuten in der Call-In-Sendung “Tagesgespräch” bei WDR5 zu hören (MP3).

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Chaos Communication Camp 2011

Vom 10. – 14. August 2011 fand in Finowfurt bei Berlin das Chaos Communication Camp mit mehr als 3000 Hackern und anderen Netzbewohnern statt. Das war zugleich eine Woche Urlaub, viel Entspannung, etwas Regen, viele Freunde und Bekannte wieder treffen und auch etwas Arbeit. In Finowfurt habe ich meine bisher entspannteste TV-Schaltung gemacht. Normalerweise wird man für so etwas in ein dunkles Studio geschickt und schaut dann in eine Kamera mit Kreuz in der Mitte, was einen eher an ein Periskop oder an größere Waffen erinnert und man fühlt sich etwas unentspannt bei der etwas unnatürlichen Gesprächs-Situation mit einer Person an einem anderen Ort. Das ARD-Nachtjournal fragte nach einem Kommentar zu den Ideen der britischen Regierung, möglicherweise den Zugang zu Diensten zu blockieren. Da gerade kein TV-Studio in der Nähe war, wurde das Interview mit Skype gemacht. Mit Camping-Tisch und -Stuhl, Notebook und was zu trinken suchten wir einen gemütlichen Platz mit Rakete im Bild und hofften dann, dass das WLAN auch hält. Es hat gehalten. Das Ergebnis kann man hier sehen:

Schon beim Abbau war das ZDF-Morgenmagazin zu Besuch und hat mich zur “Diskussion um Anonymität im Netz” interviewt:

Vier Monate nach unserem offiziellen Start haben wir auf dem vergangenen Chaos Communication Camp in einem Vortrag nochmal die Idee und Arbeitsweise hinter dem Digitalen Gesellschaft e.V. vorgestellt: “Digitale Gesellschaft e.V. – Ein neuer Ansatz, um digitale Bürgerrechte zu erhalten“.

Von dem Vortrag gibt es eine 150 MB große MP4- und eine 550 MB große WebM-Datei. Oder diese Möglichkeit, sich den Vortrag auf Vimeo anzuschauen:

#cccamp11: Digitale Gesellschaft e.V. – Ein neuer Ansatz, um digitale Bürgerrechte zu erhalten from netzpolitik on Vimeo.

Meine Bilder vom #cccamp11 kann man in einem Flickr-Set sehen:

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Kommentar: Brandgefährlicher Stammtischquatsch

heute.de hat mich eingeladen, einen Gastkommentar zu den aktuellen Forderungen nach Netzkontrolle zu schreiben. Dieser ist jetzt online: Brandgefährlicher Stammtischquatsch –
Warum die derzeitige Debatte das Internet kaputt macht.

Immer wenn etwas passiert und der Täter einen Internetzugang hatte, wird der Ruf nach “mehr Kontrolle” laut. Politiker machen Netzpolitik auf Stammtischniveau. Und damit das Internet kaputt – und mittelfristig die demokratische Gesellschaft.

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Demnächst: re:publica´2011

In einem Monat ist unsere fünfte re:publica-Konferenz Geschichte. Was mal als kleine intime Konferenz 2007 gestartet ist, wo fast alle Teilnehmer einander aus Blogs kannten, ist zu einer Veranstaltung mit 3000 Teilnehmern und Referenten aus der ganzen Welt geworden. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren ist der letzte Vorbereitungsmonat aber weniger anstrengend für mich. Die organisatorische Last ist auf viele Schultern verteilt, das Programm ist weitgehend fertig kuratiert und wir sind auch längst ausverkauft.

Anstrengend werden dann vor allem die drei Konferenztage mit wenig Schlaf und vielen (viel zu kurzen) Gesprächen mit vielen netten und interessanten Menschen, die man oft nur einmal im Jahr real sieht. Und dann ist da noch ständig der Gedanke im Hinterkopf, dass man doch lieber gerne als Gast entspannen und sich viele Höhepunkte im spannenden Vortragsprogramm anschauen möchte. Was als Veranstalter leider nicht geht.

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Hallo

Persönliches Blog von Markus Beckedahl