10 Jahre netzpolitik.org

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netzpolitik.org ist zehn Jahre geworden und wir haben den Geburtstag mit einer kleinen Konferenz in Berlin gefeiert. Rund 300 Besucherinnen und Besuchern kamen am 17. Oktober 2014 in die Kulturbrauerei in Berlin und sahen Vorträge und Diskussionen mit rund 30 Sprecherinnen und Sprechern. Von allen Programmbeiträgen gibt es mittlerweile ein Video, diese haben wir selbstverständlich zum herunterladen und remixen online gestellt.

Wir waren etwas überrascht von den vielen positiven Medienberichten zu unserem Blog-Geburtstag:

Süddeutsche Zeitung: Internetaktivismus in Deutschland – „Das Feld nicht den Industrielobbyisten überlassen“ .

Netzpolitik.org ist innerhalb eines Jahrzehnts zu einer wichtigen Stimme in der deutschen Medienlandschaft geworden.[…] Am überraschendsten an dem Projekt ist vielleicht, dass es noch immer existiert. Die chronischen Finanzsorgen, die viele Politaktivisten plagen, machen sich in der Netzpolitik besonders bemerkbar.

Spiegel-Online / DPA: „Netzpolitik.org“ feiert Geburtstag: Blogger ärgern das Kanzleramt.

Der Brief aus dem Kanzleramt war so etwas wie ein Geburtstagsgeschenk für „Netzpolitik.org“. Die Blogger feiern gerade mit einer Konferenz das zehnjähriges Bestehen. Mit Internetaktivisten und Experten sind die Netzpolitik-Blogger bestens vernetzt. Es gebe ein riesiges Netzwerk aus Kontakten, sagt Gründer Markus Beckedahl. „Jeder unterschätzt uns, wenn man uns nur auf diese zweieinhalb Personen oder nur auf meine Person reduziert.“

Heise: Netzpolitik: Ritterschlags-Rüffel zum 10. Geburtstag.

Das größte Dankeschön, von mehreren Rednerinnen und Rednern wiederholt, ging indes an Kanzleramtsminister Peter Altmeier. Dieser hatte kurz vor der Feier einen Drohbrief an die Abgeordneten des NSAUA geschrieben und sie wegen der Weitergabe von Informationen an die Medien gerüffelt. Dabei namentlich erwähnt: Netzpolitik.org. So sieht ein Ritterschlag aus.

NDR.info: 10 Jahre netzpolitik.org

Nein, süchtig nach neuen Einträgen von netzpolitk.org sei er nicht, sagt Lars Klingbeil, der netzpolitische Sprecher der SPD im Bundestag – doch Pflichtlektüre, das sei diese Seite am Ende schon. „Ich lese es wirklich regelmäßig, ich ärgere mich auch regelmäßig darüber. Das ist aber glaube ich auch Aufgabe von so einem Blog, dass man uns Politikern nicht gefallen muss, sondern dass man immer wieder auch Stachel ist. Ob es jetzt das Medium Nummer eins ist – spontan würde ich sagen: Es gibt keins, was besser in Quantität und Qualität über Netzpolitik berichtet.“

Golem: Erfolgreich stänkern gegen bösartige Politiker.

Das Beispiel zeigt: Aus der Berichterstattung über netzpolitische Themen sind die Aktivisten um Markus Beckedahl nicht wegzudenken. Die Kommunikation mit der Politik selbst erscheint trotz Edward Snowden dagegen immer schwieriger.

RBB: Sie sitzen der Bundesregierung im Nacken

Geheimdienst-Überwachung und Big Data – seit den Enthüllungen von Edward Snowden sind das Top-Themen in den Medien. Das Internet-Portal Netzpolitik.org hat diese Entwicklungen schon beleuchtet, als sich sonst noch kaum jemand dafür interessierte. Zu ihrem zehnten Geburtstag haben die Netzaktivisten angekündigt, der Bundesregierung weiter im Nacken zu sitzen.

LXPLM: “Wir haben eine knallharte Agenda für Demokratie und Grundrechte” – 10 Jahre netzpolitik.org

Zwischendurch wurde auch diskutiert, ob und wie denn die Mischung Journalismus und Aktivismus funktioniert. Konsens: Ganz gut, vor allem, wenn man in dieser Hinsicht transparent ist. Und Objektivität gibt’s ja ohnehin nicht, was höchstens Teile der (pseudo)konservativen, unternehmensnahen Presse bestreiten würden. “Klar haben wir eine Agenda. Eine knallharte sogar. Für Demokratie. Und für Grundrechte”, sagt Beckedahl.

t3n: 10 Jahre Netzpolitik.org.

Seit nunmehr zehn Jahren existiert die Plattform netzpolitik.org, die beobachtet, wie die Politik das Netz verändert (und umgekehrt) und sich einmischt. Zum Jubiläum haben die Macher eine Konferenz mit dem Titel „Das ist Netzpolitik“ in der Berliner Kulturbrauerei auf die Beine gestellt.

Taz: Ist das Journalismus oder was?

Das Programm ist bereits ein Statement. Die Macher des einzigen deutschen Blogs mit politischem Einfluss laden unter der Parole „Das ist Netzpolitik!“ zum Geburtstag ein.[…]Die Blogger bekommen von ihren Fans aber nicht nur Geld zugesteckt, sondern auch Informationen. Immer wieder landen dann verschlüsselt im digitalen Posteingang, sehr wohl aber auch ganz analog im Briefkasten Unterlagen aus Behörden, Ministerien und Parteien. netzpolitik.org „leakt“ dann – und die anderen schreiben ab, etwa wenn es um das Ausmaß der Funkzellenabfrage geht oder um Unterlagen aus dem NSA-Ausschuss.

Taz: Toll, toll, toll und auch noch weise.

Es gibt aber einen noch wesentlich substanzielleren Indikator, der anzeigt, dass das kommende Jahrzehnt nicht nur für Netzpolitik.org ein nachdenklicheres zu sein hat: Die inhaltliche, reflektorische Debattenkultur, die Nachdenklichkeit, das Infragestellen auf offener Bühne.

B5-Medienmagazin: Blogger: Was bewirkt Netzpolitik.org?

Aktivistischer Journalismus, das ist das Selbstverständnis der Blogger auf netzpolitik.org. Sie recherchieren und analysieren das politische Geschehen aus der Distanz, so wie klassische Journalisten – einerseits. Denn andererseits treten sie immer wieder Kampagnen los oder rufen zu Demonstrationen auf. Schreiben mit Haltung nennt das Beckedahl und sagt: Diese Leidenschaft habe viele Themen doch erst groß gemacht.

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