Demnächst: re:publica´2011

In einem Monat ist unsere fünfte re:publica-Konferenz Geschichte. Was mal als kleine intime Konferenz 2007 gestartet ist, wo fast alle Teilnehmer einander aus Blogs kannten, ist zu einer Veranstaltung mit 3000 Teilnehmern und Referenten aus der ganzen Welt geworden. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren ist der letzte Vorbereitungsmonat aber weniger anstrengend für mich. Die organisatorische Last ist auf viele Schultern verteilt, das Programm ist weitgehend fertig kuratiert und wir sind auch längst ausverkauft.

Anstrengend werden dann vor allem die drei Konferenztage mit wenig Schlaf und vielen (viel zu kurzen) Gesprächen mit vielen netten und interessanten Menschen, die man oft nur einmal im Jahr real sieht. Und dann ist da noch ständig der Gedanke im Hinterkopf, dass man doch lieber gerne als Gast entspannen und sich viele Höhepunkte im spannenden Vortragsprogramm anschauen möchte. Was als Veranstalter leider nicht geht.

Frontal21: Die Macht im Netz – Internet als fünfte Gewalt

Frontal 21 hat gestern über “Die Macht im Netz – Internet als fünfte Gewalt” berichtet und u.a. mich dazu interviewt. Den Bericht gibts in der Mediathek und auf Youtube:

Die Macht des Netzes wird immer größer. Das haben gerade Bundeskanzlerin Angela Merkel, CDU, und der zurückgetretene Bundesverteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg, CSU, zu spüren bekommen. Binnen Tagen wurden immer neue Plagiatsvorwürfe erhoben, die Doktorarbeit des Ministers von der so genannten Schwarmintelligenz auseinander genommen.

Die Langversion meines Interviews findet sich auch online: Frontal21: Die Macht im Netz – Internet als fünfte Gewalt weiterlesen

Stern.de: In den Fängen der digitalen Bürger

Stern.de hat mich ausführlich zum Entstehen einer neuen vernetzten Öffentlichkeit befragt und daraus einen schönen Artikel gemacht: Guttenberg-Rücktritt und das Internet: In den Fängen der digitalen Bürger.

„Von Mubarak bis Guttenberg. Die Gemeinsamkeit dieser in vielerlei Hinsicht sehr unterschiedlichen Fälle besteht in der neuen Rolle von Netzwerken“, analysiert Beckedahl. „Im Internet hat sich eine neue vernetzte Öffentlichkeit herausgebildet, deren politische Bedeutung nun eine kritische Masse erreicht hat.“ Der Begriff des „Netzes“ ist dabei irreführend. Denn er erweckt den Eindruck, hier existiere ein einheitlicher, monolithischer Akteur, eine Art Krake, die sich nun ins politische Geschäft einmischt. Das Gegenteil ist der Fall. Das „Netz“ ist das Kürzel für das Medium der Vielen, der Bürger – und deren Möglichkeit, in der politischen Auseinandersetzung mitzumachen.