Mein Jahresrückblick 2011 – national

Für einen Netzkommentar auf DRadioWissen hab ich in 3,5 Minuten einen Jahresrückblick auf 2011 und zwar mit einem Schwerpunkt, was in Deutschland passierte, geschrieben und eingesprochen.

Jahresrückblick national

Das Frühjahr begann mit einem Schlag: Der damals amtierende Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg wird von einem Wissenschaftler beschuldigt, verschiedene Stellen in seiner Doktorarbeit ohne Quellenhinweise abgeschrieben zu haben. Erste Medien berichten darüber und im Internet finden sich über Nacht zahlreiche Freiwillige, die die Doktorarbeit ebenfalls mit untersuchen wollen. Das Guttenplag-Wiki wird aufgesetzt und innerhalb weniger Tage geht die Zahl entdeckter Plagiate steil nach oben. In einem zuvor im deutschsprachigen Raum noch nie zu sehenden Wechselspiel zwischen Journalismus und Netz-Öffentlichkeit werden die Vorwürfe gegen zu Guttenberg so groß, dass dieser nach einem verpatzten Aussetzen-Wollen letztendlich zurücktreten muss. Hunderttausende solidarisieren sich mit zu Guttenberg in Sozialen Netzwerken durch einen Klick auf “Gefällt mir”, die tatsächliche Mobilisierungskraft bleibt dabei aber erstaunlich gering: Nur wenige gehen außerhalb seines Heimatortes für ihn auf die Straße, die Spötter dominieren die Pro-Guttenberg-Demonstrationen. Überraschenderweise taucht zu Guttenberg Ende des Jahres als EU-Berater für Internetfreiheit wieder in der medialen Öffentlichkeit auf. Warum, versteht keiner.
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Guttenberg für Internetfreiheit: Wird der Bock zum Gärtner?

Karl-Theodor zu Guttenberg ist überraschenderweise zum EU-Berater für Internetfreiheiten ernannt worden. Da ich mich mit dem Thema etwas beschäftige, gab es einige Anfragen zur Kommentierung.Am 13.12.2011 war ich live zu Gast im ZDF-Morgenmagazin:

NDR-Zapp hat mich zum Thema interviewt und die 13 Minuten Langfassung online gestellt:

Guttenberg für Internetfreiheit: Wird der Bock zum Gärtner? from netzpolitik on Vimeo.

Und dann hab ich die Kritik für meine Kolumne im Tagesspiegel nochmal ausformuliert: Na dann, gutte Nacht.