<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Markus Beckedahl</title>
	<atom:link href="http://beckedahl.org/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://beckedahl.org</link>
	<description>Leben und Arbeiten in der digitalen Gesellschaft</description>
	<lastBuildDate>Fri, 18 May 2012 11:56:55 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.2</generator>
		<item>
		<title>Ihr habt euch in die Geschichtsb&#252;cher eingeschrieben!</title>
		<link>http://beckedahl.org/ihr-habt-euch-in-die-geschichtsbucher-eingeschrieben/</link>
		<comments>http://beckedahl.org/ihr-habt-euch-in-die-geschichtsbucher-eingeschrieben/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 May 2012 11:49:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Beckedahl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://beckedahl.org/?p=233</guid>
		<description><![CDATA[Horst Seehofer hat &#252;ber Facebook zu einer Party aufgerufen und die Medien spielten verr&#252;ckt. Ich hab das Ereignis im Morgen danach im ARD-Morgenmagazin kurz eingeordnet und f&#252;r den Tagesspiegel einen Kommentar verfasst. CSU auf Facebook: Ihr habt euch in die Geschichtsb&#252;cher eingeschrieben! Im vergangenen Sommerloch hysterisierte die deutsche Politik kurz &#252;ber sogenannte Facebook-Parties: Wie schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Horst Seehofer hat &#252;ber Facebook zu einer Party aufgerufen und die Medien spielten verr&#252;ckt. Ich hab das Ereignis im Morgen danach im ARD-Morgenmagazin kurz eingeordnet und f&#252;r den Tagesspiegel einen Kommentar verfasst.</p>
<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/hMcN4rYWH8w" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><em>CSU auf Facebook:  Ihr habt euch in die Geschichtsb&#252;cher eingeschrieben!</em></p>
<p>Im vergangenen Sommerloch hysterisierte die deutsche Politik kurz &#252;ber sogenannte Facebook-Parties: Wie schon fr&#252;her gibt es auch im Zeitalter von sozialen Medien Parties, wo ungebetene G&#228;ste in gro&#223;er Zahl auftauchen. &#220;berraschung! Ganz vorn auf der Emp&#246;rungswelle war der bayrische Innenminister Herrmann, nat&#252;rlich CSU. Er forderte gleich ein Verbot von Parties, zu denen man &#252;ber das Internet einl&#228;dt.<br />
<span id="more-233"></span><br />
Fast ein Jahr sp&#228;ter wollte die CSU endlich mal modern erscheinen. In M&#252;nchen kam man auf die schlaue Idee, einfach die Fans von Horst Seehofer in eine Promi-Disco einzuladen. Wahrscheinlich scheiterten viele CSU-Funktion&#228;re an regul&#228;ren Wochenenden an den T&#252;rstehern und wollten auch mal rein. Medial wurde das als erste “Facebook-Party” einer Partei verkauft. Was &#252;berraschenderweise sogar funktionierte, dabei d&#252;rfte doch mittlerweile auch jeder CSU-Ortsverein auch soziale Medien zur Einladung zu eigenen Veranstaltungen nutzen. 2500 Pl&#228;tze wurden auf Facebook angeboten, die G&#228;steliste war schnell voll und damit “die r&#228;umlichen Kapazit&#228;ten des P1 ausgesch&#246;pft”. Nicht vorstellen konnte sich offenbar die CSU, dass viele Menschen sich nur zum Spa&#223; anmelden – kostet ja nichts – aber ganz woanders wohnen. Ein volles Haus wurde erwartet und die Medien spielten verr&#252;ckt. Ein Ministerpr&#228;sident. l&#228;dt zur Party. &#220;ber das Internet! Um mit dem B&#252;rger zu sprechen. Zukunft!</p>
<p>Es fehlten nur noch die Reisebusse, um Seehofer-Fans aus ganz Deutschland zur Party des Jahres zu fahren. Die gab es aber nicht, daf&#252;r reiste fast jede gr&#246;&#223;ere Redaktion in Deutschland an, um m&#246;glichst per Liveticker von vor Ort zu berichten. Offenbar wurde das diesj&#228;hrige Sommerloch vorverlegt. Die Party selbst war offensichtlich ern&#252;chternd. Statt vielen W&#228;hlern erschienen fast nur CSU-Funktion&#228;re – und Journalisten. Mit nur 500 anwesenden Personen blieb die Tanzfl&#228;che der Gro&#223;raum-Disco dann auch ziemlich leer. Mangels B&#252;rger interviewten sich die Journalisten notgedrungen gegenseitig.</p>
<p>W&#228;hrend Seehofer auf Facebook “Ihr habt euch in die Geschichtsb&#252;cher eingeschrieben”  verk&#252;ndete, hagelte es Spot und H&#228;me im Netz und bei den entt&#228;uschten Journalisten. Aus Sicht der CSU d&#252;rfte die Aktion trotzdem ein Erfolg gewesen sein: Die Facebook-Fans von Horst Seehofer haben sich mehr als verdoppelt und so viel Medienberichterstattung gab es seit langem nicht mehr f&#252;r eine CSU-Veranstaltung. Die gro&#223;e Frage bleibt: Warum macht ein Ministerpr&#228;sident eigentlich so massiv Werbung f&#252;r ein US-Unternehmen, das hiesige Datenschutz-Standards missachtet?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://beckedahl.org/ihr-habt-euch-in-die-geschichtsbucher-eingeschrieben/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Unsere Freiheit im Netz verteidigen&#8221;</title>
		<link>http://beckedahl.org/unsere-freiheit-im-netz-verteidigen/</link>
		<comments>http://beckedahl.org/unsere-freiheit-im-netz-verteidigen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 May 2012 11:54:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Beckedahl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://beckedahl.org/?p=235</guid>
		<description><![CDATA[F&#252;r heute.de hab ich einen Gastbeitrag verfasst: &#8220;Unsere Freiheit im Netz verteidigen&#8221;. Gibt es im Web ein Leben jenseits von Google, Amazon, Facebook, Ebay? Es fing alles so frei und pluralistisch an &#8211; und nun: Bilden sich zunehmend Monopole. Ein Grund zur Sorge. Die Freiheit steht auf dem Spiel. Was gab es nicht alles f&#252;r [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>F&#252;r heute.de hab ich einen Gastbeitrag verfasst: <a href="http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/web/heute-Nachrichten/4672/22524310/a84ad0/Unsere-Freiheit-im-Netz-verteidigen.html">&#8220;Unsere Freiheit im Netz verteidigen&#8221;.</a></p>
<p>Gibt es im Web ein Leben jenseits von Google, Amazon, Facebook, Ebay? Es fing alles so frei und pluralistisch an &#8211; und nun: Bilden sich zunehmend Monopole. Ein Grund zur Sorge. Die Freiheit steht auf dem Spiel.</p>
<p>Was gab es nicht alles f&#252;r cyberlibert&#228;re Utopien in den 90er Jahren: Das Netz schafft Freiheit, Demokratie und vor allem Zugang f&#252;r alle. Heute erfolgt teilweise die Ern&#252;chterung. Nat&#252;rlich bietet das Netz riesige Chancen f&#252;r neue Innovationen, Meinungsfreiheit und Teilhabe, aber irgendwie f&#252;hren die tollen Netzwerkeffekte dann doch oftmals dazu, dass sich immer mehr monopolartige Strukturen bilden.</p>
<p>Zwar gibt es zahlreiche Suchmaschinen auf dem Markt, aber trotzdem nutzen mehr als 90 Prozent der Deutschen Google. Zwar laden viele Social Networks zum netzwerken ein, aber seit wenigen Jahren zieht es alle zu Facebook. Und einkaufen geht doch am besten bei Amazon, die haben doch alles.<br />
<span id="more-235"></span><br />
Monopole gef&#228;hrden die Freiheit</p>
<p>Dieser Trend sollte uns Sorgen machen. Denn die zunehmende Monopolisierung gef&#228;hrdet nicht nur Wettbewerb und Innovation, sondern auch unsere Freiheit. Wir machen uns immer mehr abh&#228;ngig von einzelnen Unternehmen, die wir nicht richtig kontrollieren k&#246;nnen &#8211; weil sie oft in den USA sitzen und beispielsweise unsere Datenschutzbeh&#246;rden gar nicht wissen, was die mit unseren Daten anstellen.</p>
<p>Nat&#252;rlich bekommen wir was daf&#252;r: Die M&#246;glichkeit, einfach und bequem mit anderen zu kommunizieren, zu arbeiten oder zu konsumieren. Meistens sogar noch vermeintlich kostenlos, bezahlt mit unseren Daten. Aber noch ist vollkommen unklar, wo uns das hinf&#252;hrt. Wer sich gerne vernetzt und auf dem Laufenden bleiben will, was Freunde und Bekannte machen, geht in ein soziales Netzwerk. Hier r&#228;umt Facebook momentan den Markt auf und zieht viele Nutzer an. Aber wer hat sich schon den 50.000 Zeichen langen Nutzungsvertrag in juristischer Sprache durchgelesen, zu dem man beim Anlegen eines Nutzerkontos auf &#8220;akzeptieren&#8221; klicken muss?</p>
<p>Wenig Handhabe</p>
<p>Die AGBs bestimmen immer mehr, welche Rechte wir in diesen privatisierten &#214;ffentlichkeiten haben, beziehungsweise welche wir nicht mehr haben. Die Nutzungsbedingungen k&#246;nnen jederzeit einseitig ge&#228;ndert werden, und man kann jederzeit rausfliegen, wenn der Betreiber das will. Viel Handhabe haben wir nicht dagegen und im Extremfall droht der Verlust unserer sozialen Kontakte, wenn wir uns als Gesellschaft zu sehr abh&#228;ngig von einzelnen Anbietern machen.</p>
<p>Gleichzeitig kontrollieren wenige Unternehmen immer mehr unseren Medienkonsum. Viele Menschen finden es praktisch, wenn die Musik in Form einer Flatrate aus der Cloud kommt. Endlich muss man nicht mehr auf der Festplatte oder im Plattenschrank dieses eine Lied suchen oder sich um Backups k&#252;mmern. F&#252;r einen monatlichen Pauschalbeitrag erh&#228;lt man Zugang zu einer riesigen Plattensammlung. Was passiert aber mit den Daten, welche Musik wir wann h&#246;ren? Wenn man auch nur einen kleinen, dem Charts-Mainstream abweichenden Musikgeschmack hat, kann man sicher mit Hilfe von intelligenten Algorithmen mehr &#252;ber einzelne Menschen rausfinden als ein Psychiater es in vielen Sitzungen schaffen w&#252;rde.</p>
<p>Immer lauter werden die W&#252;nsche von Sicherheitsbeh&#246;rden, mehr Zugriff auf die Datenberge zu erhalten, die private Unternehmen &#252;ber uns ansammeln. Das amerikanische FBI will in Echtzeit auf die Daten von sozialen Medien zugreifen k&#246;nnen. Man stelle sich mal vor, dass europ&#228;ische B&#252;rger in die USA fliegen und beim Zoll wird erstmal geschaut, welche Musik man h&#246;rt, welche B&#252;cher gelesen wurden, welchen Freundeskreis man hat und auf welchen Webseiten man sich gerne informiert. Das ist noch eine Horrorvision, aber wir sind leider nicht mehr ganz so weit weg von dem Szenario, dass Algorithmen auf Basis dieser Daten ein Risikopotenzial errechnen k&#246;nnten, B&#252;rgern die Einreise verweigert wird und diese dann wieder zur&#252;ckfliegen m&#252;ssen.</p>
<p>Wir m&#252;ssen aufpassen und wachsam bleiben &#8211; sowohl gegen&#252;ber dem Staat als auch gegen&#252;ber Unternehmen. Statt die Dominanz einiger gro&#223;er Player m&#252;ssen wir dezentrale und datenschutzfreundliche Alternativen f&#246;rdern. Wenn ich den Anbieter f&#252;r einen Dienst wechseln m&#246;chte, muss ich meine Daten mitnehmen k&#246;nnen, dazu brauchen wir ein Recht auf Datenportabilit&#228;t. Wir brauchen eine breite Aufkl&#228;rung &#252;ber die Risiken und Nebenwirkungen zentralisierter Dienste und Cloud-Services. Als Einzelner kann man Datensparsamkeit praktizieren, aber die Unternehmen m&#252;ssen auch Datenschutz-Standards einhalten. Die Zugriffsm&#246;glichkeiten staatlicher Beh&#246;rden auf private Datensammlungen m&#252;ssen kritisiert und ggf. unterbunden werden. Die M&#246;glichkeit, sich anonym zu informieren und zu kommunizieren muss unbedingt erhalten bleiben.</p>
<p>Wir haben unsere Freiheit noch nicht verloren, aber wir m&#252;ssen uns engagiert einmischen und unsere Rechte verteidigen, gegen Staat und Wirtschaft.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://beckedahl.org/unsere-freiheit-im-netz-verteidigen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>#Wulffleaks &#8211; Die Sache mit den Sperrfristen</title>
		<link>http://beckedahl.org/wulffleaks-die-sache-mit-den-sperrfristen/</link>
		<comments>http://beckedahl.org/wulffleaks-die-sache-mit-den-sperrfristen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 16:44:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Beckedahl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[journalismus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://beckedahl.org/?p=230</guid>
		<description><![CDATA[Gestern am fr&#252;hen Abend hatten wir bei netzpolitik.org das vollst&#228;ndige ARD/ZDF-Interview mit Bundespr&#228;sident Christian Wulff ver&#246;ffentlicht, was bis dahin noch nicht in der &#214;ffentlichkeit war. Die vollst&#228;ndige Ausstrahlung war f&#252;r 20:15 Uhr bei der ARD und ZDF eingeplant. Auf Twitter und per Mail kam die Frage auf, warum wir die Sperrfrist umgehen und in unserem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern am fr&#252;hen Abend <a href="http://netzpolitik.org/2012/preview-das-wulff-interview-als-audio/">hatten wir bei netzpolitik.org das vollst&#228;ndige ARD/ZDF-Interview</a> mit Bundespr&#228;sident Christian Wulff ver&#246;ffentlicht, was bis dahin noch nicht in der &#214;ffentlichkeit war. Die vollst&#228;ndige Ausstrahlung war f&#252;r 20:15 Uhr bei der ARD und ZDF eingeplant. Auf Twitter und per Mail kam die Frage auf, warum wir die Sperrfrist umgehen und in unserem Blogbeitrag hatte ich darauf schon kurz geantwortet:</p>
<blockquote><p>Wir haben kurz &#252;berlegt, ob es Konsequenzen geben w&#252;rde. Wir haben uns trotzdem daf&#252;r entschieden, diese zu riskieren. Unser Anliegen war, mit der Aktion auf die Absurdit&#228;t von Sperrfristen und den privilegierten Vorab-Zugang zu Informationen f&#252;r Journalisten in einer ver&#228;nderten Medienlandschaft hinzuweisen.</p></blockquote>
<p>Das meine ich immer noch, aber m&#246;chte das nochmal gesondert ausf&#252;hren. Ich habe nichts gegen Sperrfristen, ich halte sie nur in vielen F&#228;llen f&#252;r &#252;berholt. (Wenn man in diesem Fall <a href="https://twitter.com/#!/indiesemNetz/status/154616396167380992">&#252;berhaupt von einer Sperrfrist</a> f&#252;r die Audioversion reden kann). Ich habe mich in der Vergangenheit an Sperrfristen gehalten und werde dies auch zuk&#252;nftig tun. Wenngleich nicht in allen F&#228;llen, denn es kommt immer darauf an, mit wem man eine Sperrfrist vereinbart, die ja letztendlich nur ein nicht-bindendes <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Gentlemen%E2%80%99s_Agreement">Gentlemen´s Agreement</a> ist, wenn <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Sperrfrist_%28Presse%29">man den Pressekodex beachtet</a>. In diesem Fall bin ich aber kein Vertrauensverh&#228;ltnis eingegangen, weil ich keinerlei Zugang zu der Originalquelle hatte, die ARD und ZDF nur ausgew&#228;hlten Medien bereitstellten. Dazu z&#228;hlt wohl die Bundespressekonferenz, wo ich nicht Mitglied bin und <a href="http://tagesschau.de/inland/interviewwulff102.html">laut tagesschau.de Agenturjournalisten und andere Medien</a>:<span id="more-230"></span></p>
<blockquote><p>Auf Initative des Bundespr&#228;sidialamtes wurde diese Sperrfrist im Nachhinein ver&#228;ndert, um andere Medienvertreter nicht zu benachteiligen: Ab 18:00 Uhr konnten Agenturjournalisten das Interview ansehen und daraus zitieren. Die Aufzeichnung wurde zu diesem Zeitpunkt auch an andere Medien gegeben, die dann bis zu drei Minuten Material aus dem Gespr&#228;ch verwenden durften.</p></blockquote>
<p>Viele Journalisten waren also in der Lage, die Originalquelle mehr als zwei Stunden vor der &#214;ffentlichkeit zu sehen und konnten auch dar&#252;ber berichten, durch Liveblogs, Twitter und anschlie&#223;ende Artikel, die noch vor der Ausstrahlung online kamen. Ich habe von der ARD und dem ZDF nicht exklusiv in Verbindung mit dem Gentlemen´s Agreement Sperrfrist das Interview erhalten, sondern es wurde mir von einer anderen Quelle zugeschickt. Und ich habe mich ge&#228;rgert, dass man in diesem Fall immer noch in alten medialen Mustern denkt, wo es Gatekeeper gibt, die exklusiv Zugang zu Informationen haben, die viele Menschen auch interessieren, diese aber zur&#252;ck in die Zuschauer-Position gedr&#228;ngt werden. Oder wie <a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/wulff-interview-vor-ausstrahlung-im-netz-ende-der-sperrfrist-1.1251124">Johannes Kuhn es bei s&#252;ddeutsche.de formulierte</a>: &#8220;Wer glaubt, ein solch wichtiges Ereignis im digitalen Zeitalter scheibchenweise pr&#228;sentieren zu k&#246;nnen, hat nicht viel von Auftrag und Medienwandel verstanden.&#8221; </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://beckedahl.org/wulffleaks-die-sache-mit-den-sperrfristen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mein Jahresr&#252;ckblick 2011 &#8211; national</title>
		<link>http://beckedahl.org/mein-jahresruckblick-2011-national/</link>
		<comments>http://beckedahl.org/mein-jahresruckblick-2011-national/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 16:03:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Beckedahl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://beckedahl.org/?p=228</guid>
		<description><![CDATA[F&#252;r einen Netzkommentar auf DRadioWissen hab ich in 3,5 Minuten einen Jahresr&#252;ckblick auf 2011 und zwar mit einem Schwerpunkt, was in Deutschland passierte, geschrieben und eingesprochen. Jahresr&#252;ckblick national Das Fr&#252;hjahr begann mit einem Schlag: Der damals amtierende Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg wird von einem Wissenschaftler beschuldigt, verschiedene Stellen in seiner Doktorarbeit ohne Quellenhinweise abgeschrieben zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>F&#252;r einen Netzkommentar <a href="http://wissen.dradio.de/netzkommentar-bedeutung-des-internets-im-mainstream.85.de.html?dram:article_id=14062">auf DRadioWissen hab ich in 3,5 Minuten einen Jahresr&#252;ckblick auf 2011</a> und zwar mit einem Schwerpunkt, was in Deutschland passierte, geschrieben und eingesprochen. </p>
<p><strong>Jahresr&#252;ckblick national</strong></p>
<p>Das Fr&#252;hjahr begann mit einem Schlag: Der damals amtierende Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg wird von einem Wissenschaftler beschuldigt, verschiedene Stellen in seiner Doktorarbeit ohne Quellenhinweise abgeschrieben zu haben. Erste Medien berichten dar&#252;ber und im Internet finden sich &#252;ber Nacht zahlreiche Freiwillige, die die Doktorarbeit ebenfalls mit untersuchen wollen. Das Guttenplag-Wiki wird aufgesetzt und innerhalb weniger Tage geht die Zahl entdeckter Plagiate steil nach oben. In einem zuvor im deutschsprachigen Raum noch nie zu sehenden Wechselspiel zwischen Journalismus und Netz-&#214;ffentlichkeit werden die Vorw&#252;rfe gegen zu Guttenberg so gro&#223;, dass dieser nach einem verpatzten Aussetzen-Wollen letztendlich zur&#252;cktreten muss. Hunderttausende solidarisieren sich mit zu Guttenberg in Sozialen Netzwerken durch einen Klick auf “Gef&#228;llt mir”, die tats&#228;chliche Mobilisierungskraft bleibt dabei aber erstaunlich gering: Nur wenige gehen au&#223;erhalb seines Heimatortes f&#252;r ihn auf die Stra&#223;e, die Sp&#246;tter dominieren die Pro-Guttenberg-Demonstrationen. &#220;berraschenderweise taucht zu Guttenberg Ende des Jahres als EU-Berater f&#252;r Internetfreiheit wieder in der medialen &#214;ffentlichkeit auf. Warum, versteht keiner.<br />
<span id="more-228"></span><br />
In Stuttgart soll ein neuer Bahnhof gebaut werden. Das &#252;ber viele Jahre geplante Bauvorhaben l&#246;st eine gro&#223;e Protestwelle aus. Menschen koordinieren sich &#252;ber das Internet und schaffen eine vernetzte Gegen&#246;ffentlichkeit. Innerhalb k&#252;rzester Zeit sind Protestler in der Lage, tausende Menschen &#252;ber das Netz und Mobiltelefone zu mobiliseren. Proteste werden live ins Netz gestreamt, als Zuschauer f&#252;hlt man auf dem Sofa fast wie live dabei. Was man in den Vorwochen nur aus dem arabischen Raum kannte, wird bei Stuttgart21 real bei uns erlebbar.</p>
<p>Im September gibt es dann einen gro&#223;en Knall. Vollkommen unerwartet erreicht die Piratenpartei in Berlin fast 9% und zieht ins Abgeordnetenhaus ein. Ausl&#246;ser waren eine gro&#223;e Unzufriedenheit mit bestehenden Parteien und &#252;berraschenderweise nicht ein Onlinewahlkampf, sondern eine kreative und mobilisierende analoge Wahlkampagne. Mit dem Einzug der Piratenpartei in ein L&#228;nderparlament erreichen die Themen Netzpolitik, sowie mehr Transparenz und Offenheit in der Politik den medialen Mainstream und bleiben bis auf weiteres dort. Alle Parteien bem&#252;hen sich noch mehr, etwas Netzpolitik-Kompetenz aufzubauen. Auch wenn viele Politiker darunter nur die Nutzung von Twitter und Facebook verstehen.</p>
<p>Der Chaos Computer Club &#252;berrascht im Herbst: In m&#252;hevoller und aufw&#228;ndiger Kleinarbeit ist es den Hackern gelungen, einen Staatstrojaner zu identifizieren. Die Computerwanze wird heimlich von Sicherheitsbeh&#246;rden eingesetzt und verst&#246;sst gegen die Vorlagen des Bundesverfassungsgericht und damit gegen unsere Grundrechte. In Folge dessen entsteht eine &#246;ffentliche Debatte um die Frage, wie wir dem ausufernden Computerschn&#252;ffeln ein Ende setzen k&#246;nnen und  wie die digitale Intimsph&#228;re juristisch zu definieren und wirksam zu bewahren ist. Die Sicherheitsbeh&#246;rden f&#252;hlen sich ertappt, aber Niemand m&#246;chte eine politische Verantwortung daf&#252;r &#252;bernehmen.</p>
<p>Eine weitere Debatte dominiert das ganze Jahr: Die Vorratsdatenspeicherung. Abgeschafft vom Bundesverfassungsgericht wollen CDU/CSU und SPD diese wieder einf&#252;hren. Bei jeder Gelegenheit wird gebetsm&#252;hlenhaft wiederholt, dass dies ein wichtiges Werkzeug f&#252;r unsere Strafverfolgungsbeh&#246;rden sei. Beweise f&#252;r die Behauptung werden aber nicht vorgelegt. Doch unsere Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger bleibt zumindest das ganze Jahr &#252;ber hart: Mit ihr sei eine unverh&#228;ltnism&#228;&#223;ige Vollprotokollierung unseres Kommunikationsverhaltens nicht zu machen. Daf&#252;r verdient sie Respekt. Gegen Ende des Jahres mehren sich Stimmen unter CDU/CSU und SPD-Mitgliedern, dass die Vorratsdatenspeicherung vielleicht doch nicht so eine gute Idee sei.</p>
<p>Ohne Netz w&#228;ren die Proteste gegen S21 nicht so massiv gewesen und Karl-Theodor zu Guttenberg wahrscheinlich noch im Amt. Ohne Netz g&#228;be es auch keinen Staatstrojaner und niemand w&#252;rde sich Gedanken machen, f&#252;r sechs Monate zu protokollieren, wer mit wem wann beim Kaffeekr&#228;nzchen sass. Das Jahr 2011 zeigt: Das Netz ist angekommen im Mainstream. Es entstehen neue &#214;ffentlichkeiten im Netz. Und die Debatten um das Netz finden nicht mehr nur im kleinen Kreis statt, sondern kommen auf den Titelseiten an. Das ist sch&#246;n.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://beckedahl.org/mein-jahresruckblick-2011-national/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Guttenberg f&#252;r Internetfreiheit: Wird der Bock zum G&#228;rtner?</title>
		<link>http://beckedahl.org/guttenberg-fur-internetfreiheit-wird-der-bock-zum-gartner/</link>
		<comments>http://beckedahl.org/guttenberg-fur-internetfreiheit-wird-der-bock-zum-gartner/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 15:59:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Beckedahl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://beckedahl.org/?p=223</guid>
		<description><![CDATA[Karl-Theodor zu Guttenberg ist &#252;berraschenderweise zum EU-Berater f&#252;r Internetfreiheiten ernannt worden. Da ich mich mit dem Thema etwas besch&#228;ftige, gab es einige Anfragen zur Kommentierung.Am 13.12.2011 war ich live zu Gast im ZDF-Morgenmagazin: NDR-Zapp hat mich zum Thema interviewt und die 13 Minuten Langfassung online gestellt: Guttenberg f&#252;r Internetfreiheit: Wird der Bock zum G&#228;rtner? from [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Karl-Theodor zu Guttenberg ist &#252;berraschenderweise zum EU-Berater f&#252;r Internetfreiheiten ernannt worden. Da ich mich mit dem Thema etwas besch&#228;ftige, gab es einige Anfragen zur Kommentierung.Am 13.12.2011 war ich live zu Gast im ZDF-Morgenmagazin:</p>
<p><iframe width="500" height="284" src="http://www.youtube.com/embed/2uYYvBhPKrQ" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>NDR-Zapp hat mich zum Thema interviewt und die 13 Minuten Langfassung online gestellt:</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/33681742?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="500" height="281" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/33681742">Guttenberg f&#252;r Internetfreiheit: Wird der Bock zum G&#228;rtner?</a> from <a href="http://vimeo.com/user407408">netzpolitik</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p>Und dann hab ich die Kritik f&#252;r meine Kolumne im Tagesspiegel nochmal ausformuliert: <a href="http://www.tagesspiegel.de/medien/na-dann-gutte-nacht/5968984.html">Na dann, gutte Nacht. </a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://beckedahl.org/guttenberg-fur-internetfreiheit-wird-der-bock-zum-gartner/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Interview im Tip-Stadtmagazin</title>
		<link>http://beckedahl.org/interview-im-tip-stadtmagazin/</link>
		<comments>http://beckedahl.org/interview-im-tip-stadtmagazin/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Nov 2011 15:49:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Beckedahl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://beckedahl.org/?p=220</guid>
		<description><![CDATA[Das Berliner Stadtmagazin Tip hat mich ausf&#252;hrlich &#8220;&#252;ber Datenkontrolle, Piraten, Handy-Gesichtserkennung auf Partys und ein Internet-Symposium&#8221; interviewt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Berliner Stadtmagazin Tip <a href="&#252;ber Datenkontrolle, Piraten, Handy-Gesichtserkennung auf Partys und ein Internet-Symposium">hat mich ausf&#252;hrlich</a> &#8220;&#252;ber Datenkontrolle, Piraten, Handy-Gesichtserkennung auf Partys und ein Internet-Symposium&#8221; interviewt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://beckedahl.org/interview-im-tip-stadtmagazin/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Trag&#246;die um Wikileaks</title>
		<link>http://beckedahl.org/die-tragodie-um-wikileaks/</link>
		<comments>http://beckedahl.org/die-tragodie-um-wikileaks/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 09:51:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Beckedahl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[wikileaks]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://beckedahl.org/?p=216</guid>
		<description><![CDATA[F&#252;r WDR3 hab ich einen Kommentar zu Wikileaks geschrieben und eingesprochen. Hier ist der Text. Die Trag&#246;die um Wikileaks Wikileaks sucht wieder Geld. Das Enth&#252;llungs-Projekt hat gestern auf einer Pressekonferenz angek&#252;ndigt, erstmal keine weiteren Dokumente zu ver&#246;ffentlichen. Wenn ausreichend Geld eingesammelt wird, m&#246;chte man mit einer neuen Technik die Plattform Ende November neu starten. Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wdr3.de/resonanzen/details/artikel/wdr-3-resonanzen-c905f6885f.html">F&#252;r WDR3 hab ich einen Kommentar</a> zu Wikileaks geschrieben und eingesprochen. Hier ist der Text.</p>
<p>Die Trag&#246;die um Wikileaks</p>
<p>Wikileaks sucht wieder Geld. Das Enth&#252;llungs-Projekt hat gestern auf einer Pressekonferenz angek&#252;ndigt, erstmal keine weiteren Dokumente zu ver&#246;ffentlichen. Wenn ausreichend Geld eingesammelt wird, m&#246;chte man mit einer neuen Technik die Plattform Ende November neu starten. Das ist auch bitter notwendig. Neue Enth&#252;llungen wurden in den vergangenen zw&#246;lf Monaten kaum publiziert, auch neue Einreichungen sind nicht m&#246;glich.<br />
<span id="more-216"></span><br />
Julian Assange und seine Mitstreiter hatten 2006 das Projekt gestartet, um eine Vision mit zwei Punkten zu verwirklichen: Einen sicheren Briefkasten f&#252;r sogenannte Whistleblower zu schaffen, damit Geheimnistr&#228;ger mit Informationen auf Missst&#228;nde hinweisen k&#246;nnen, ohne nachverfolgbar zu sein.</p>
<p>Eine kleine Revolution war aber der zweite Punkt: Wikileaks stellt Rohdaten der &#214;ffentlichkeit zur Verf&#252;gung. Medien halten diese Informationen meist zur&#252;ck. Einerseits, weil man in der Vor-Internet-Zeit keinen Platz zur Ver&#246;ffentlichung hatte. Andererseits k&#246;nnen exklusive Originalquellen f&#252;r Journalisten eine kleine Goldgrube sein. Gerade Originaldaten erm&#246;glichen es aber B&#252;rgern, auch die vierte Gewalt besser zu kontrollieren und zu erg&#228;nzen. Wikileaks sch&#252;tzte Dokumente auch vor Zugriffen interessierter Anw&#228;lte, die solche Informationen im Auftrag von Kunden gerne aus der &#214;ffentlichkeit klagen. In den vergangenen Jahren bewies die Plattform bei diversen Aufdeckungen von Missst&#228;nden in Staaten wie Kenia, Island, Grossbritanien und der Schweiz, dass die ver&#246;ffentlichten Dokumente weiterhin online blieben.</p>
<p>Noch im Sommer vor einem Jahr war Wikileaks ganz oben. Im Laufe des Jahres 2010 ver&#246;ffentlichte man mit verschiedenen gro&#223;en internationalen Zeitungen die  US-Botschafts-Depeschen, sowie die Afghanistan und Irak-Tageb&#252;cher. Fernsehkompatibel war auch das Collateral Murder Video mit Aufnahmen aus einem US-Milit&#228;rhelikopter, die zeigten, wie die Besatzung auf Menschen schoss, die sie offenbar f&#252;r Aufst&#228;ndische hielt. Diese exklusiven Berichterstattungen in Kooperation mit traditionellen Massenmedien brachten Wikileaks regelm&#228;&#223;ig in die Abendnachrichten. Die Enth&#252;llungsplattform wurde Teil der Popkultur.</p>
<p>Es folgte eine Trag&#246;die: Probleme innerhalb des Kernteams, ausgel&#246;st durch den auf ihn konzentrierten F&#252;hrungsstil von Julian Assange. Als Vorw&#252;rfe wegen vermeintlicher sexueller &#220;bergriffe in Schweden bekannt wurden, trennte sich ein Teil des Projekts um den deutschen Daniel Domscheit-Berg im Streit und nahm einen wichtigen Server mit. Wikileaks verf&#252;gte nicht l&#228;nger &#252;ber einen sicheren Briefkasten und konnte keine neuen Dokumente mehr ver&#246;ffentlichen. Gegen Assange l&#228;uft in Gro&#223;britannien seit 2010 ein schwedisches Auslieferungsersuchen.</p>
<p>Dar&#252;ber hinaus behinderten US-Unternehmen wie VISA, Mastercard und Paypal Spendenm&#246;glichkeiten an Wikileaks. Auch die deutsche gemeinn&#252;tzige Wau Holland Stiftung wurde in einer skandal&#246;sen Willk&#252;r von den zentralen Finanzinfrastrukturen  abgeklemmt, weil sie Geld f&#252;r das Projekt sammelte.</p>
<p>Das von Aussteigern um Daniel Domscheit-Berg geplante Openleaks-Projekt ist „Wikileaks light“: Ein technisch sicherer Briefkasten soll zwischen Whistleblowern und Journalisten dienen und ihnen einen Austausch erm&#246;glichen. Ob das Projekt in die Fussstapfen von Wikileaks treten kann, ist allerdings vollkommen unklar.</p>
<p>Trotzdem ist Konkurrenz gut f&#252;r die Sache. Es ist an der Zeit, die Idee aufzunehmen und weitere sichere H&#228;fen im Netz zu errichten. Diese k&#246;nnten in Konkurrenz zueinander Betreibermodelle entwickeln und sich unterschiedlich gegen rechtliche und staatliche Interventionen absichern. Dann hat man konkurrierende Projekte im Wettbewerb gegeneinander, die jeweils der &#214;ffentlichkeit und potentiellen Geheimnisverr&#228;tern beweisen m&#252;ssen, dass ihre Art zu arbeiten erfolgreich und vertrauensw&#252;rdig ist. Den gemeinsamen Zielen von Transparenz und Offenheit w&#252;rde das sicher gut tun. </p>
<p>Wikileaks ist angetreten, Regierungen zu &#246;ffnen. Ob das weiterhin erreicht werden kann, ist momentan vollkommen offen. Das Enth&#252;llungsprojekt muss jetzt erstmal verlorenes Vertrauen zur&#252;ckgewinnen. Das geht nur mit mehr Transparenz. Sonst ist das Projekt am Ende.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://beckedahl.org/die-tragodie-um-wikileaks/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Meinungsbildung heute: Wer setzt die Themen auf die politische Agenda?</title>
		<link>http://beckedahl.org/meinungsbildung-heute-wer-setzt-die-themen-auf-die-politische-agenda/</link>
		<comments>http://beckedahl.org/meinungsbildung-heute-wer-setzt-die-themen-auf-die-politische-agenda/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 25 Oct 2011 08:11:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Beckedahl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[mtmtm11]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://beckedahl.org/?p=212</guid>
		<description><![CDATA[Am vergangenen Freitag hab ich auf den Medientagen in M&#252;nchen im Rahmen des &#8220;Contentgipfel 2011&#8243; &#252;ber &#8220;Meinungsbildung heute: Wer setzt die Themen auf die politische Agenda?&#8221; diskutiert. Mit mir diskutierten Thomas Kr&#252;ger, Christoph Keese, Dr. Wolfram Weimer, Michael Spreng, Dr. Heiner Gei&#223;ler und Detlef Esslinger.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am vergangenen Freitag hab ich auf den Medientagen in M&#252;nchen im Rahmen des &#8220;Contentgipfel 2011&#8243; &#252;ber &#8220;<a href="http://www.medientage.de/programmdetail.php?panel=700010">Meinungsbildung heute: Wer setzt die Themen auf die politische Agenda?</a>&#8221; diskutiert. </p>
<p><iframe width="530" height="299" src="http://www.youtube.com/embed/ZdDCjw8le_E" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Mit mir diskutierten Thomas Kr&#252;ger, Christoph Keese, Dr. Wolfram Weimer, Michael Spreng, Dr. Heiner Gei&#223;ler und Detlef Esslinger.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://beckedahl.org/meinungsbildung-heute-wer-setzt-die-themen-auf-die-politische-agenda/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Staatstrojaner &#8211; Diskussion</title>
		<link>http://beckedahl.org/die-staatstrojaner-diskussion/</link>
		<comments>http://beckedahl.org/die-staatstrojaner-diskussion/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 13 Oct 2011 13:41:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Beckedahl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://beckedahl.org/?p=207</guid>
		<description><![CDATA[Der Chaos Computer Club hat am vergangenen Wochenende darauf hingewiesen, dass deutsche Sicherheitsbeh&#246;rden offensichtlich einen Staatstrojaner einsetzen. Am Montag war ich zu dem Thema bei N24 im Studio und wurde sp&#228;ter von 3sat-Kulturzeit interviewt: Tagesschau.de und BR-Online befragten mich zu den technischen Aspekten, bei Deutschlandradio Kultur war ich beim Mediengespr&#228;ch, HR2-Der Tag befragte mich zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Chaos Computer Club hat am vergangenen Wochenende darauf hingewiesen, dass deutsche Sicherheitsbeh&#246;rden offensichtlich einen Staatstrojaner einsetzen. Am Montag war ich zu dem Thema bei <a href="http://www.n24.de/n/7329449">N24 im Studio</a> und wurde sp&#228;ter von 3sat-Kulturzeit interviewt:</p>
<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/uU75RHLSaaM" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><a href="http://www.tagesschau.de/inland/trojanerhintergrund100.html">Tagesschau.de</a> und <a href="http://www.br-online.de/aktuell/spionagesoftware-DID1318318050258/staatstrojaner-entdecken-abschalten-ID1318343250879.xml">BR-Online</a> befragten mich zu den technischen Aspekten, bei Deutschlandradio Kultur <a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/10/11/drk_20111011_0810_84d35df5.mp3">war ich beim Mediengespr&#228;ch</a>, <a href="http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/flashplayer/hr2tag_player_content.jsp?rpgid=28420821994">HR2-Der Tag befragte mich zur &#8220;Machtfrage&#8221;</a> und heute war ich f&#252;r 40 Minuten in der Call-In-Sendung <a href="http://medien.wdr.de/m/1318497010/radio/tagesgespraech/wdr5_tagesgespraech_20111013_1000.mp3">&#8220;Tagesgespr&#228;ch&#8221; bei WDR5 zu h&#246;ren</a> (MP3).</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://beckedahl.org/die-staatstrojaner-diskussion/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
<enclosure url="http://medien.wdr.de/m/1318497010/radio/tagesgespraech/wdr5_tagesgespraech_20111013_1000.mp3" length="0" type="audio/mpeg" />
<enclosure url="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/10/11/drk_20111011_0810_84d35df5.mp3" length="2947072" type="audio/mpeg" />
		</item>
		<item>
		<title>Chaos Communication Camp 2011</title>
		<link>http://beckedahl.org/chaos-communication-camp-2011/</link>
		<comments>http://beckedahl.org/chaos-communication-camp-2011/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 17 Aug 2011 15:11:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Beckedahl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://beckedahl.org/?p=200</guid>
		<description><![CDATA[Vom 10. &#8211; 14. August 2011 fand in Finowfurt bei Berlin das Chaos Communication Camp mit mehr als 3000 Hackern und anderen Netzbewohnern statt. Das war zugleich eine Woche Urlaub, viel Entspannung, etwas Regen, viele Freunde und Bekannte wieder treffen und auch etwas Arbeit. In Finowfurt habe ich meine bisher entspannteste TV-Schaltung gemacht. Normalerweise wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 10. &#8211; 14. August 2011 fand in Finowfurt bei Berlin das <a href="http://events.ccc.de/camp/2011/">Chaos Communication Camp</a> mit mehr als 3000 Hackern und anderen Netzbewohnern statt. Das war zugleich eine Woche Urlaub, viel Entspannung, etwas Regen, viele Freunde und Bekannte wieder treffen und auch etwas Arbeit. In Finowfurt habe ich meine bisher entspannteste TV-Schaltung gemacht. Normalerweise wird man f&#252;r so etwas in ein dunkles Studio geschickt und schaut dann in eine Kamera mit Kreuz in der Mitte, was einen eher an ein Periskop oder an gr&#246;&#223;ere Waffen erinnert und man f&#252;hlt sich etwas unentspannt bei der etwas unnat&#252;rlichen Gespr&#228;chs-Situation mit einer Person an einem anderen Ort. <a href="http://www.tagesschau.de/multimedia/video/ondemand100_id-video959614.html">Das ARD-Nachtjournal fragte nach einem Kommentar</a> zu den Ideen der britischen Regierung, m&#246;glicherweise den Zugang zu Diensten zu blockieren. Da gerade kein TV-Studio in der N&#228;he war, wurde das Interview mit Skype gemacht. Mit Camping-Tisch und -Stuhl, Notebook und was zu trinken suchten wir einen gem&#252;tlichen Platz mit Rakete im Bild und hofften dann, dass das WLAN auch h&#228;lt. Es hat gehalten. Das Ergebnis kann man hier sehen:</p>
<p><iframe width="560" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/YybkFKFGwso" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Schon beim Abbau war das ZDF-Morgenmagazin zu Besuch und hat mich zur <a href="http://www.youtube.com/watch?v=e9OO-ph59os">&#8220;Diskussion um Anonymität im Netz&#8221;</a> interviewt:</p>
<p><iframe width="560" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/e9OO-ph59os" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Vier Monate nach unserem offiziellen Start haben wir auf dem vergangenen Chaos Communication Camp in einem Vortrag nochmal die Idee und Arbeitsweise hinter dem <a href="http://www.digitalegesellschaft.de">Digitalen Gesellschaft e.V.</a> vorgestellt: &#8220;<a href="http://events.ccc.de/camp/2011/Fahrplan/events/4449.en.html">Digitale Gesellschaft e.V. &#8211; Ein neuer Ansatz, um digitale B&#252;rgerrechte zu erhalten</a>&#8220;. </p>
<p>Von dem Vortrag gibt es eine 150 MB gro&#223;e <a href="ftp://media.ccc.de/events/camp2011/video/cccamp11-4449-digitale_gesellschaft_ev-de.mp4">MP4</a>- und eine 550 MB gro&#223;e <a href="ftp://ftp.ccc.de/events/camp2011/video/cccamp11-4449-digitale_gesellschaft_ev-de.webm">WebM-Datei</a>. Oder diese M&#246;glichkeit, sich den <a href="http://vimeo.com/27736158">Vortrag auf Vimeo anzuschauen</a>:</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/27736158?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="590" height="435" frameborder="0"></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/27736158">#cccamp11: Digitale Gesellschaft e.V. &#8211; Ein neuer Ansatz, um digitale B&#252;rgerrechte zu erhalten</a> from <a href="http://vimeo.com/user407408">netzpolitik</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p>Meine Bilder vom #cccamp11 <a href="http://www.flickr.com/photos/netzpolitik/sets/72157627280052895/">kann man in einem Flickr-Set sehen</a>:</p>
<p><object width="500" height="375"><param name="flashvars" value="offsite=true&#038;lang=en-us&#038;page_show_url=%2Fphotos%2Fnetzpolitik%2Fsets%2F72157627280052895%2Fshow%2F&#038;page_show_back_url=%2Fphotos%2Fnetzpolitik%2Fsets%2F72157627280052895%2F&#038;set_id=72157627280052895&#038;jump_to="></param><param name="movie" value="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=104087"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=104087" allowFullScreen="true" flashvars="offsite=true&#038;lang=en-us&#038;page_show_url=%2Fphotos%2Fnetzpolitik%2Fsets%2F72157627280052895%2Fshow%2F&#038;page_show_back_url=%2Fphotos%2Fnetzpolitik%2Fsets%2F72157627280052895%2F&#038;set_id=72157627280052895&#038;jump_to=" width="500" height="375"></embed></object></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://beckedahl.org/chaos-communication-camp-2011/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

