Grimme-Online-Award für netzpolitik.org

Am Freitag wurde in Köln der Grimme-Online-Award verliehen und nach einer Nominierung im Jahre 2008 in der Kategorie 2008 wurde jetzt der rennomierte Preis in der Kategorie Spezial an netzpolitik.org vergeben. Das macht uns glücklich, stolz und motiviert für mehr.

Das war das Video zur Preisverleihung:

Und hier das Video von der Preisverleihung (wo mich die Schauspielerin Gesine Cukrowski offensichtlich mit irgendeinem Regisseur verwechselte, der ihr Leben verändert habe. Ich wars leider nicht).

Und das ist die Begründung von grimme-institut.de:

Nach den Enthüllungen Edward Snowdens ist der Themenkomplex um Überwachung, Telekommunikationsgesetze und digitale Rechte noch wichtiger geworden. „netzpolitik.org“ macht diese Themen einer breiten Öffentlichkeit bekannt, erklärt sie und leistet Lobbyarbeit für digitale Bürgerrechte und ihre politische Umsetzung. Rund 30 Autoren liefern Berichte und Kommentare, produzieren Videos und Podcasts. Initiator Markus Beckedahl betreibt das Blog seit 10 Jahren und ist auch darüber hinaus Gesicht und Stimme netzpolitischer Aktivitäten in Deutschland.

Preis verliehen für Initiative und Gesamtverantwortung

Internetadresse: www.netzpolitik.org

Anbieter: newthinking communications GmbH / Netzpolitik e.V.

Verantwortliche Person: Markus Beckedahl (Initiative und Gesamtverantwortung)

Begründung der Jury:

Aufklären, aufdecken, informieren und dafür sorgen, dass das Internet eine Stimme bekommt. Als Markus Beckedahl vor zehn Jahren das Blog „netzpolitik.org“ gründete, war es wie der Kampf von Don Quijote gegen die Windmühlen. Geradezu übermächtig waren die Gegner aus Industrie, Politik und Vereinen, die über die Köpfe der Internetnutzer hinweg entschieden.

„netzpolitik.org“ ist es gelungen, ein Sammelbecken für jene Opposition zu sein, die nicht hinnehmen will, dass das freie Netz zerstört oder zumindest eingeschränkt wird. Zusammen mit einer stetig wachsenden Community schafft es das mittlerweile auf 30 Autoren angewachsene Team, digitale Themenfelder zu besetzen, um so auch eine Anlaufstelle für die klassischen Medien zu werden. „netzpolitik.org“ gehörte zu den ersten deutschsprachigen Publikationen, die davor warnten, dass die Ereignisse im Netz auch eine Auswirkung auf das reale Leben haben würden. Überwachung, Datenschutz und Netzneutralität sind bis heute die Themen, die die Website und ihre Community antreiben – nach den Snowden-Enthüllungen mit noch größerer Resonanz in der breiten Bevölkerung. Der Umfang und die Aktualität der Berichterstattung sind bemerkenswert, ebenso die Tatsache, dass die Arbeit des Teams nicht an den Grenzen Deutschlands zu Ende ist.

Zusammen mit anderen Vereinen und Organisationen, die sich für ein freies, gleiches und unabhängiges Internet einsetzen, hat sich „netzpolitik.org“ an die Schaltzentralen der Macht herangearbeitet und präsentiert Einschätzungen und Gegenargumente auch in Ausschusssitzungen des Bundestages und der EU.

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