hr2-kultur | Doppel-Kopf

Gestern war ich eine Stunde lang in der Sendung „Doppel-Kopf“ auf hr2-kultur zu hören:
Am Tisch mit Markus Beckedahl, „Internet-Aktivist“.

Der von ihm gegründete Verein „Digitale Gesellschaft“ wird manchmal als eine Art „Internet Greenpeace“ bezeichnet und sein Blog netzpolitik.org gilt als eine der wichtigsten Plattformen zur Auseinandersetzung über Entwicklungen im Netz und die Reaktionen der Politik darauf. Markus Beckedahl versteht sich als Verteidiger der Bürgerrechte im Netz. Was das in punkto Urheberrecht, Datenschutz und Tranparenz politischer Entscheidungen heißt, darüber heute ein Gespräch mit Markus Beckedahl im hr2-Doppel-Kopf.

Hier ist die MP3.

Würzburg: Das digitale Morgen gestalten

Am Mittwoch, den 10. April, war ich beim Kolping-Center Mainfranken in Würzburg zu Besuch, um parallel zum Championsspiel München gegen Irgendwen über „Das digitale Morgen gestalten“ zu sprechen.

Das Kolping-Forum hat einen Bericht veröffentlicht: Drohnen in Nachbars Garten.

Von nahezu überall telefonieren zu können, ist eine feine Sache. Doch Handys haben auch Nachteile. „Sie sind perfekte Überwachungswerkzeuge“, betonte Markus Beckedahl am Mittwoch vor 60 interessierten Zuhörern beim Kolping Forum in Würzburg: „Denn sie teilen immer mit, wo wir uns gerade befinden.“ In seinem Vortrag „Die digitale Gesellschaft“ zeigte der netzpolitische Aktivist aus Berlin im Kolping-Center Mainfranken Gefahren und offene Fragen beim Umgang mit Internet & Co auf.

Und auch die Mainpost berichtete: Spielzeug und Waffen aus dem 3-D-Drucker.

Es war Anfang der 80er Jahre, als Markus Beckedahl seine erste Urheberrechtsverletzung beging: Als Zweitklässler erstellte er im Kunstunterricht eine Collage aus verschiedenen Fotos. Der netzpolitische Aktivist aus Berlin bekannte sich bei seinem Vortrag „Die digitale Gesellschaft“ vor über 60 Zuhörern im Kolping-Center Mainfranken in Würzburg gleich eingangs zu seinem Gesetzesverstoß und machte damit auf charmante Weise klar, dass Themen wie etwa das Urheberrecht jeden betreffen.

Social Media, Second Screen, Filter Bubble

Ich war gestern in Hamburg Diskutant bei der Gremienvorsitzendenkonferenz der ARD zum Thema „Social Media, Second Screen, Filter Bubble – wie findet die journalistischredaktionelle Information noch ihren Weg zum Bürger?“

Die Diskussion wurde aufgezeichnet und heute bei Phoenix ausgestrahlt.

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4. GVK-Forum „Connected TV: Alle auf und unter einen Schirm? Rahmenbedingungen, Herausforderungen, Chancen, Regulierungen [nicht nur] für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in der konvergenten Medienwelt“, Diskussion mit Lutz Marmor (ARD-Vorsitzender und NDR-Intendant), Tobias Schmid (VPRT-Vorstandsvorsitzender, Bereichsleiter Medienpolitik, Medengruppe RTL Deutschland), Max Senges (Internet Policy Manager Google), Stefan Niggemeier (Journalist Der Spiegel) und Markus Beckedahl (Gründer und Blogger netzpolitik.org)

Sonntag: Vortrag im Rahmen der Dresdner Reden

Am kommenden Sonntag rede ich im Rahmen der DRESDNER REDEN 2013 im Schauspielhaus Dresden über „Die Gestaltung der digitalen Gesellschaft“. Inhatlich geht es um verschiedene netzpolitische Fragestellungen von Urheberrecht über Datenschutz bis Netzneutralität.

Das ist etwas ungewöhnlich für mich, weil ich in so einem Rahmen selten einen Vortrag halte. Aber dafür freue ich mich auch darauf, weil es mal eine neue Erfahrung wird. Der Vortrag beginnt um 11 Uhr, Tickets gibt es wohl ab sechs Euro.

Pressestimmen zu „Die digitale Gesellschaft – Netzpolitik, Bürgerrechte und die Machtfrage“

Zusammen mit Falk Lüke habe ich das Buch „Die digitale Gesellschaft – Netzpolitik, Bürgerrechte und die Machtfrage“ geschrieben, das im vergangenen Jahr bei dtv erschienen ist. Nach einigen Monaten gibt es auch eine kleine Anzahl an Rezensionen, die praktischerweise der Verlag zusammen gestellt hat. Das Buch ist immer noch erhältlich, wir haben es auch etwas zeitloser angelegt, so dass es nicht von der Realität schnell überholt wird, sondern auch noch in den nächsten Monaten und vielleicht Jahren als Einstieg oder weiterer Aufstieg in die Netzpolitischen Debatten genutzt werden kann.

»Dort, wo Kulturpessimisten tradierte Lebenswelten und Besitzstände bedroht sehen, verweisen Beckedahl und Lüke auf die Chancen. Der Wandel zur Informationsgesellschaft müsse gestaltet werden, Maßgeblich durch die Bürger, nicht allein von Politikern und Konzernen. Ein radikalliberales Plädoyer für mehr Demokratie. Eine spannende Alternative zu den nicht selten undifferenzierten und aufgeregten Debatten über das Internet.«
Bastian Pauly, Märkische Allgemeine 31. Mai 2012

»… Pflichtlektüre für alle, die bei netzpolitischen und -ökonomischen Fragen zumindest auf dem Laufenden sein wollen … ein bemerkenswert sachlicher, wenn auch nicht immer objektiver Rundumschlag zu diesem komplexen Themengebiet … Auch wer beruflich mit dem Netz zu tun hat, wird noch die eine oder andere Bildungslücke entdecken.«
Lead. Das Magzin für Digital Business 13. Juni 2012

»Ihr Buch diskutiert ausführlich alle aktuellen Fragen der Netzdebatte vom Bundestrojaner bis zur Vorratsdatenspeicherung. Lesenswert!«
„Klar“-Zeitung 4. Juli 2012 Pressestimmen zu „Die digitale Gesellschaft – Netzpolitik, Bürgerrechte und die Machtfrage“ weiterlesen

Politikjournalist des Jahres

Der undotierte „medium magazin“-Preis „Journalist des Jahres“ wird seit 2004 von der Zeitschrift medium magazin in verschiedenen Kategorien verliehen von einer rund 70-köpfigen Jury. Nachdem ich 2009 bereits auf einem achten Platz in der Kategorie „Politikjournalist des Jahres“ landete, bin ich aktuell für das Jahr 2012 auf dem siebten Platz angekommen. Das freut mich und motiviert mich zusätzlich, mich mal um einen Presseausweis zu kümmern. Wobei ich die Auszeichnung auch gerne stellvertretend für die gesamte netzpolitik.org-Redaktion annehme und sie gerne auf mehrere Schultern verteilen würde.

Jahrbuch Netzpolitik 2012 – Von A wie ACTA bis Z wie Zensur

npjahresbuch_coverWir haben bei netzpolitik.org einen Sammelband veröffentlicht: Jahrbuch Netzpolitik 2012 – Von A wie ACTA bis Z wie Zensur. Das Buch ist unser netzpolitischer Jahresrückblick auf 2012.

Aus der Selbstbeschreibung:

Netzpolitik betrifft alle, jede und jeden. Was im Jahr 2012 wichtig war, was vielleicht auch zu kurz kam, darauf blickt dieses Jahrbuch zurück. Die Autorinnen und Autoren waren Beobachter und Akteur zugleich. Ihre Berichte in diesem Buch fassen die wichtigsten Themen des Jahres zusammen, ordnen ein und reflektieren. Von A wie ACTA und Anonymous über Open-Data und Überwachung bis zu Urheberrecht und Z wie Zensur: komprimiert, informiert und frei lizenziert.

270 Seiten!

Mit Beiträgen von: Jan-Phillip Albrecht, Markus Beckedahl, Annegret Bendiek, Mirko Boehm, Jörg Braun, Ulf Buermeyer, Gabriella Coleman, Leonhard Dobusch, Kirsten Fiedler, Karina Fissguss, Kilian Froitzhuber, Volker Grassmuck, Johnny Haeusler, Christian Heise, Jeanette Hofmann, Jōichi ‚Joi‘ Itō, Andrea Jonjic, Matthias Kirschner, Julia Kloiber, Constanze Kurz, Lawrence Lessig, Falk Lüke, Lorenz Matzat, Tim Maurer, Joe McNamee, Andre Meister, Matthias Monroy, John F. Nebel, Frank Rieger, Alexander Sander, Ben Scott, Felix Stalder, Moritz Tremmel, Ben Wagner, Stefan Wehrmeyer und Jillian C. York.

ISBN: 9783844242522

ebook: epubli, Amazon, Google Play, Apple iTunes.

Und gedruckt! Jahrbuch Netzpolitik 2012 – Von A wie ACTA bis Z wie Zensur weiterlesen