B5: Das Medienmagazin – Jahresrückblick 2010

Die Sendung „Das Medienmagazin“ auf dem Radiosender Bayern5 hatte mich für den Jahresrückblick auf 2010 zu einem Gespräch eingeladen, um mit der Journalistin Angelika Knop über die (Online-)Medienwelt zu reflektieren. Eine MP3 der Sendung findet sich noch im Podcast.

Themen: Der journalistische Umgang mit Wikileaks; Veränderung des Medienkonsums durch Online-Angebote; Wie unterscheidet sich Online-Journalismus vom herkömmlichen Journalismus? Lokal-Blogs als Konkurrenz zu Regionalzeitungen; die Berichterstattung über das Loveparade-Unglück in Duisburg; Medienhypes à la Sarrazin

Das Empire schlägt zurück – Assange und die verratene Freiheit

Die Radiosendung hr2-Der Tag hat gestern eine Stunde lang über Wikileaks berichtet und mich auch dazu interviewt: Das Empire schlägt zurück – Assange und die verratene Freiheit.

Man darf in den USA Nazipropaganda verbreiten. Man darf den Koran verbrennen oder auch die Bibel. Man darf den Präsidenten mit dem Leibhaftigen vergleichen – oder auch mit Adolf Hitler. Wer allerdings den banalen Schriftverkehr des Außenministeriums veröffentlicht, der wird zum Staatsfeind Nummer 2, direkt nach Osama bin Laden. Wenn es an die geheimen Akten geht, versteht der Staat die eigene Verfassung nicht mehr. Meinungs- und Informationsfreiheit – so what? Die Macht wehrt sich gegen die Aufdeckung ihrer Strategien und Strukturen – und ihrer Machenschaften. Sie wehrt sich mit allen Mitteln. Wir sind jetzt schon gespannt auf die Veröffentlichung der Geheimakte Julian Assange – auf einer der vielen Internetplattformen, die Wikileaks beerben werden.

Hier ist die MP3 dazu.

„hr2 – Der Tag“ ist übrigens einer meiner Lieblings-Podcast, den ich regelmäßig höre, weil man immer eine Stunde lang über ein politisches Thema aus verschiedenen Perspektiven informiert wird, was im Radio selten geworden ist.

Mitgehangen, mitgefangen – Wie muss eine moderne Netzpolitik aussehen?

Die Sendung Kontext auf SWR2 hat mich heute zu „Mitgehangen, mitgefangen – Wie muss eine moderne Netzpolitik aussehen?“ anläßlich des 5. Nationalen IT-Gipfels interviewt.

Mehr Datenschutz im Internet – das fordert die Politik. Google, Facebook und Co. sollen dazu diszipliniert werden, mit den Daten von Kunden und Usern sorgfältig und transparent umzugehen. Auf dem großen IT-Gipfel von Bundesregierung und Wirtschaft heute in Dresden wird dies eine tragende Rolle spielen. Kanzlerin Merkel wird sowohl konkret, als auch grundsätzlich Stellung nehmen. Die neue Netzpolitik ist das große Thema, wie viel Schutz, wie viel Freiheit? SWR2 Kontext fragt: Wie weit soll sich der Staat ins Internet einmischen, was muss geregelt werden und was nicht? Antworten gibt der Internet-Experte Markus Beckedahl von netzpolitik.org.

Hier ist die MP3.

Video-Interview: Alle können mitmachen

Vor fast einem Jahr hat mich ein Video-Team der Bundeszentrale für politische Bildung auf einer von ihr geförderten Bildungstagung in Hattingen zu neuen Öffentlichkeiten im Netz und Netzneutralität interviewt. Das Video ist jetzt online:

Alle können mitmachen from pb21 on Vimeo.

Egal ob in Konstanz oder Rostock: Über das Netz könnten sich Menschen mit einem gemeinsamen Anliegen vernetzen und ihr Thema wirkungsvoll öffentlich machen, sagt Markus Beckedahl. Die Möglichkeiten für Partizipation seien ideal – die Politik dürfe nur nicht den Fehler machen, jetzt Barrieren zu schaffen.

Moskau

Kommendes Wochenende verbringe ich auf Einladung des Goethe-Institus in Moskau, um dort u.a. am Samstag Abend über „ZUGANG / DOSTUP: Wer kommt wohin in der digitalen Gesellschaft?“ mit russischen Bloggern zu diskutieren.

Aus der Ankündigung:

Das Goethe-Institut Russland und das Institut für Medien, Architektur und Design Strelka übertragen unter dem Motto „Zugang: Wer kommt wohin in der digitalen Gesellschaft?“ eine Expertendiskussion über einen Video-Livestream ins Internet. Deutsche und russische Internet-Spezialisten, Blogger und Politiker gehen der Frage nach den Chancen gleichen Zugangs zu Informationen und Kulturinhalten in der digitalisierten Gesellschaft nach. Diskutiert werden die aktuelle Netzpolitik, Kulturflatrate und Vergütung kreativer Berufe, neue Lizenzmodelle, Open Access und andere Aspekte des Zugangs zu Information.

Die Diskussion wird synchron übersetzt. Jeder Nutzer kann sie live verfolgen und über Twitter Fragen an die Diskussionsteilnehmer richten. Dem Tweet fügt man das Hashtag #dostup bei, damit er einen Augenblick später auf der Twitterwall erscheinen kann.

Podiumsteilnehmer: Michail Fedotow, Iwan Sassurski, Anton Merkurow, Markus Beckedahl, Volker Grassmuck, Sascha Kösch Moderation: Aleksandr Pljuschtschew

WDR5: Das umstrittene Bahnprojekt „Stuttgart 21“ in den Medien.

Ich war heute in der WDR5-Sendung Funkhaus Wallraffplatz zu Gast, um darüber zu diskutieren: Heißer Kampf auf allen Kanälen – Das umstrittene Bahnprojekt „Stuttgart 21“ in den Medien.

Stuttgart soll einen futuristischen Bahnhof von gigantischen Dimensionen bekommen. Dagegen protestieren seit Wochen Tausende von Schwaben. Radio, Zeitung und Fernsehen berichten landesweit und bringen die politischen Entscheidungsträger in Bedrängnis. Im Internet hat sich der Bürgerprotest formiert. Mittlerweile herrscht ein Kampf um Präsenz, Meinungshoheit und zur Bildung von Allianzen auf Twitter, Facebook und diversen Blogs.

Funkhaus Wallrafplatz diskutiert mit Hörern und Experten über den medialen Kampf um Stuttgart 21.

Gäste im Studio:

Markus Beckedahl, Chefredakteur der Netzpolitik-Redaktion
Achim Wörner, Ressortleiter bei der Stuttgarter Zeitung

Davon gibt es eine MP3 im Podcast.

Dunkle Wolken über Wikileaks

Für DRadio Wissen hab ich einen Netzkommentar zu den aktuellen Ereignissen rund um Wikileaks verfasst und eingesprochen, der dort gesendet wurde (MP3). Die längere Fassung blog ich mal hier.

Dunkle Wolken über Wikileaks

Über der Transparenz-Plattform Wikileaks sind dunkle Wolken aufgezogen. Vor einer Woche überraschte eine Meldung des Spiegels die Netzwelt: Daniel Domscheit-Berg, deutscher Sprecher von Wikileaks, ist aus dem Projekt ausgestiegen. Domscheit-Berg, vorher bekannt unter seinem Pseudonym Daniel Schmitt, war einer der wenigen öffentlich bekannten Vertreter des Projekts. Noch im Sommer brillierte die Plattform mit ihrem zweiten großen internationalen Scoop, der Veröffentlichung der Afghanistan Tagebücher in Kooperation mit dem Spiegel, dem Guardian und der New York Times. Später folgten Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen Julian Assange in Schweden, die zu einem Umschwung der öffentlichen Meinung führten. In Folge dessen wurde Domscheit-Berg im Streit um die richtige Ausrichtung und Kommunikationsstrategie von Assange vom Projekt suspendiert.
Dunkle Wolken über Wikileaks weiterlesen

Young Media Summit 2010: Gibt es ein Abend- und ein Morgenland im World Wide Web?

Auf Einladung der DW-Akademie und des Deutschland-Zentrums Kairo werde ich kommenden Freitag nach Kairo fliegen, um gemeinsam mit fünf weiteren deutschen und zwölf arabischen Bloggern auf dem Young Media Summit 2010 die Frage zu diskutieren: „Gibt es ein Abend- und ein Morgenland im World Wide Web?“

Was bedeutet Bloggen in Deutschland, was in der arabischen Welt? Was können Blogger zum interkulturellen Dialog beitragen? Gibt es Gleichberechtigung beim Zugang zum Netz zwischen Männern und Frauen? 18 Blogger aus Deutschland und arabischen Ländern werden vom 2. bis 4. Oktober beim Young Media Summit 2010 in Kairo Antworten auf diese Fragen suchen.